Das Bolaven Plateau – Kaffee aus Südlaos
es berichtet Jan

28.03.06 - 08:26 Uhr, CET | Pakxe, Laos

Am nächsten Morgen dauert alles wieder etwas länger, aber gegen Mittag schwingen wir uns auf unsere sportlichen Rennmaschinen. In Easy-Rider Manier mit Helm und Sonnenbrille gleiten wir über den flirrenden Asphalt Richtung Osten. Unser erstes Ziel ist heute der Tad Fane Wasserfall, mit 150 Metern der höchste von Laos. Der stetige Fahrtwind macht die Hitze unter meinem schwarzen Helm gerade noch erträglich. Kurze Energie spendende Trinkpausen sind jedoch unerlässlich. Am KM 38 ist es soweit, wir haben den Tad Fane Wasserfall erreicht. Wartet hier die ersehnte Abkühlung auf uns? Meine Zweifel bestätigen sich, nachdem wir einen schmalen staubigen Dschungelpfad herunterklettern. Nach 50 Metern ist Schluss. Im Indiana Jones Still klettert Matti an Lianen noch ein paar Meter weiter nach unten, um festzustellen, dass man hier nur noch mit Seilen und Kletterhaken weiterkommen würde. Die Aussicht von hier ist jedoch spektakulär. Das Wasser fällt laut dröhnend und plätschernd 150 Meter in die ewige Tiefe. Die steile enge Schlucht macht den Eindruck, als hätte sie einen tiefen Riss in das weite Plateau gebrochen. Bevor wir den beschwerlichen Rückweg in Angriff nehmen, genießen wir noch eine zuckersüße frische Ananas, die wir auf der Hinfahrt am Straßenrand gekauft haben. Mit klebrigen Händen und einem kleinen Lächeln auf den Lippen fahre ich weiter.


Am 150 Meter in die Tiefe stürzenden Tad Fane Wasserfall .
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