S.Elena & D.Kaufman - Topsy - AIDS
es schreibt Matti

29.08.-31.08.2006 in Johannesburg, Südafrika

3.2. Duke Kaufman
Duke Kaufman ist gebürtiger Südafrikaner und wuchs in einer konservativen Mittelklasse-Familie auf. Er verlebte eine friedliche Kindheit und genoss nach seinen Schilderungen eine gute Schulausbildung. Während seiner Studienzeit wechselte Duke nach London und lernte dort den Gründer einer Stiftung kennen. Dieser wirkte sehr inspirierend auf ihn und gab ihm den Impuls, selbst auch etwas für die Gesellschaft zu tun. Darüber hinaus erhielt er von dem Stifter eine Basis an Finanzmitteln, die es ihm ermöglichte eine eigene Organisation zu gründen.

Wenige Jahre zuvor hatte Duke Silja beim Kellnern kennen gelernt. Ihr zunehmender Drang sozial aktiv zu werden fiel zusammen mit Dukes wegweisender Begegnung in London. So entschlossen sich die beiden gemeinsam die Topsy Foundation zu gründen. Die Gegenstimmen aus seiner Familie, welche Duke viel lieber auf dem herkömmlichen Karriereweg gesehen hätte, stimmten Duke auf die weiteren Unannehmlichkeiten ein, die mit dem Aufbau von Topsy einhergingen. Er beschrieb es beispielsweise als äußerst schwierig die hohen Personalkosten der vielen (Pflege-)Mitarbeiter von Topsy zu finanzieren. Die meisten Finanzgeber unterstützten viel eher einen materiellen Aufbau als die Bezahlung von Löhnen. Seine Ausführungen zum Rollenverständnis stimmen exakt mit der Beschreibung von Mitinitiatorin Silja überein: Er sieht sich selbst eher als kreativen Kopf und lobt die organisatorischen Fähigkeiten von Silja.

Seine große Hoffnung ist es, dass in weiter Zukunft in Südafrika Initiativen wie die Topsy Foundation nicht mehr erforderlich sind, weil die AIDS-Probleme erfolgreich besiegt wurden.



Duke Kaufman im expedition WELT Interview .
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