Catalina Ruiz - Learning in Community - Sozialtourismus
es schreibt Jan

15.06. - 17.06.2006 in Managua, Nicaragua

1.Einführung

Nicaragua, nach Haiti das ärmste Land Lateinamerikas, befindet sich in einem Konsolidierungsprozess seiner noch jungen Demokratie. Ein ineffizienter Staatsapparat behindert die zügige Überwindung der Armut. Die hohe Armut, gekoppelt mit der nicht nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen, führt zu gravierenden Umweltproblemen.

Die 1980-er Jahre hatten die Region Zentralamerika durch interne Konflikte in eine isolierte Situation gebracht. Auf allen wirtschaftlichen Ebenen war zu spüren, dass die Länder mit ihrer eigenen Konsolidierung beschäftigt waren und wenig Sinn für gemeinsames Vorgehen bestand.

Im Bereich Tourismus war die Situation folgendermaßen:
Costa Rica konnte sich als neutrales Land im Zentralamerika-Konflikt einen Ruf als „Schweiz Lateinamerikas“ aufbauen und durch den im Rahmen der Ökologiebewegung zustande gekommenen Schutz seiner Naturzonen einen Namen machen. In Guatemala war ein 30-jähriger Bürgerkrieg zu Ende gegangen, der die Touristenströme aus Europa zwar nie abreißen ließ, aber Maßnahmen zur Demokratisierung notwendig machte. Panama hatte einen geringen Tourismuszufluss aus den USA, wurde aber in Europa kaum wahrgenommen. Nicaragua konnte nach einer Welle des Solidaritätstourismus aus Europa nicht wirklich Fuß fassen. Ähnlich erging es El Salvador. Diese schlechten Grundbedingungen versucht Catalina Ruiz anzugehen, indem sie mit „Learning in Community“ ein Sozialtourismus-Unternehmen geschaffen hat, das in Zukunft ein besseres Verständnis von Touristen in Nicaragua gewährleistet, aber auch den Bürgern von Nicaragua selbst erleichtert Touristen zu verstehen und vom Tourismus zu profitieren. Damit entsteht in Nicaragua im Tourismussektor eine Win-Win Situation für alle Beteiligten.



Amerikanische Schüler zum Sozialtoursimus in einem Krankenhaus von Managua. .
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