S.Elena & D.Kaufman - Topsy - AIDS
es schreibt Matti

29.08.-31.08.2006 in Johannesburg, Südafrika

3. Die Arbeit von Silja Elena, Duke Kaufman und der Topsy Foundation
3.1. Silja Elena
Silja Elena wurde als Kind deutscher Eltern in Südafrika geboren und wuchs in Johannesburg auf. Sie beschreibt die Umgebung in der sie aufgewachsen ist als eine sehr beschützte. Selbst von den massiven Unruhen in Südafrika im Zuge der Apartheid bekam sie damals so gut wie nichts mit. Als sie 21 Jahre alt war, starb ihr Vater im Alter von 49 Jahren. Sein ganzes Leben hatte dieser darauf hingearbeitet mit 50 in den Frühruhestand zu gehen. Ein Jahr vor der Erfüllung dieses Vorhabens starb er damals. Das lehrte Silja immer auch für den Moment zu leben und keine kühnen Pläne zu hegen, die erst in weiter Zukunft eine innere Genugtuung hervorrufen.

Im gleichen Jahr lernte Silja Duke Kaufman kennen, ihren späteren Partner bei der Gründung der Topsy Foundation. Mit ihrer neuen Bekanntschaft erlebte sie auch Südafrika von einer neuen Seite. Das massive AIDS-Problem von Südafrika, vom dem sie bisher eher über ihre deutschen Kommunikationswege etwas erfahren hatte, denn direkt aus der Umgebung in der sie lebte, lernte sie durch Duke kennen. Für sie war sehr bald klar, dass sich etwas daran ändern musste, dass die Menschen in Deutschland besser über die AIDS-Situation in Südafrika bescheid wussten als die Südafrikaner selbst. Auch wollte sie unbedingt gegen die bedrohliche Lage und die bedrückenden Probleme der vielen AIDS-Opfer vorgehen.

Mit Duke gründete die allein erziehende Mutter die Topsy Foundation, um sich den mit am meist Betroffenen – den AIDS-Waisen – zu widmen. Sie beschreibt eine deutliche Rollenverteilung, in der Duke den kreativen Part bei der Weiterentwicklung von Topsy übernimmt, während sie administrative Aufgaben regelt. Die Außenkommunikation beschreiten die beiden gemeinsam. Das „Networking“ nimmt mittlerweile einen sehr großen Teil der Arbeitszeit in Anspruch. Silja bezeichnet ein gutes Engagement auf diesem Arbeitsgebiet als einen der Schlüssel zum Erfolg einer Nicht-Regierungsorganisation.



Silja Elena im expedition WELT Interview .
.
.
.
.

[Weitere Reportagen]