S.Elena & D.Kaufman - Topsy - AIDS
es schreibt Matti

29.08.-31.08.2006 in Johannesburg, Südafrika

Das zweite und zunehmend wichtige Kerngebiet von Topsy ist ein externes Programm, in das vier so genannte Townships eingebunden sind. Insgesamt leben in diesen heruntergekommen Wohnsiedlungen, die Topsy betreut, circa 100.000 Menschen. Die Betreuung besteht darin, jeder in der Siedlung lebenden Familie, die ernste medizinische oder soziale Probleme hat, Unterstützung anzubieten. Insgesamt 18 eigens hierfür ausgebildete Mitarbeiter von Topsy bewegen sich hierzu täglich durch die Siedlungen, um Probleme aufzuspüren bzw. auf solche aufmerksam gemacht zu werden. Jeden Monat werden 6.000 Menschen in ihren Behausungen besucht und nach ihrem Wohlergehen befragt. Oft stellt sich heraus, dass ein Mitglied der Familie dringende Basismedikamente benötigt oder psychologischer und rechtlicher Beistand von Nöten ist. In besonders schwerwiegenden Fällen wird ein Termin mit einem der beiden Verantwortlichen des medizinischen bzw. des sozialen Bereichs vereinbart.

Topsy hat seine Aktivitäten in den letzten Jahren zunehmend in Richtung der Ressourcen sparenden, dezentralen Versorgung verlagert. Für die dennoch bestehenden Härtefälle soll das Zentrum auch künftig als Zufluchtsort erhalten bleiben. Eine zweite interessante Entwicklung verläuft vom herkömmlichen Fundraising bzw. der Spendenfinanzierung hin zu Einkommens generierenden Aktivitäten. Mittlerweile arbeiten beispielsweise 31 Arbeiter für Topsy an der Anfertigung von Stickereikunst. Mit diesen Produkten erwirtschaftete man alleine im letzten Jahr einen Gewinn von 10.000 Euro. Trotz der zunehmenden Einnahmen aus diesem Sektor stammt im Moment noch der Großteil der Finanzierungsbeiträge aus nationalen und internationalen Spenden.



Topsy verfügt über eine eigene Schneiderei .
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